Stammtisch „Umweltethik“: Verwoben mit der Natur – Wenn alles mit allem verbunden ist
Die Umwelt schützen – aber was bedeutet das eigentlich? Und warum tun wir das? Darum ging es beim Online-Stammtisch für Stipendiat*innen und Alumni Anfang Juli. Stipendiatin Alexa Schäffler gab den Teilnehmenden eine Einführung in das Thema Umweltethik und in die Welt der Vogelstimmen. Eine Zusammenfassung vom Abend.

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Stipendiatin Alexa Schäffler, Biologiestudentin an der TU München, gab in ihrem Impuls zum Thema Umweltethik eine Einführung in das Verhältnis zwischen Mensch, Natur und Tierwelt und zeigte, warum ein bewusstes Miteinander mit unserer Umwelt so wichtig ist. Die Umweltethik beschäftigt sich damit, welchen Wert die Natur bzw. unsere Umwelt hat und warum sie schützenswert ist. Im ersten Vortragsteil führte Alexa die Teilnehmenden in verschiedene wissenschaftliche Perspektiven zur Bedeutung der Natur ein: vom anthropozentrischen Ansatz (Natur als Ressource für den Menschen) bis hin zum physiozentrischen Ansatz, der den Eigenwert der Natur betont. Dazu kommen verschiedene Argumente, die vom ästhetischen Wert (die Schönheit der Natur) über die Rolle der Natur für unser Leben und unsere Grundbedürfnisse bis hin zur moralischen Verantwortung des Menschen gegenüber Tieren reichen.
Im zweiten Teil der Präsentation zeigte Stipendiatin Alexa auf, wie komplex und wertvoll Ökosysteme sind. Anhand von Beispielen veranschaulichte sie, wie Insekten, Pflanzen und Vögel miteinander in Beziehung stehen: Vögel füttern Jungtiere, kontrollieren Insektenpopulationen und bestäuben Pflanzen. Insekten wiederum bestäuben Pflanzen und dienen Vögeln als Nahrung. Pflanzen bieten Lebensraum und Nahrung für viele Arten. Aber nicht nur das: „Auch wir Menschen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Ohne Bestäubung, keine Nahrung“, verdeutlichte Biologiestudentin Alexa Schäffler in ihrem Impulsvortrag. Welchen negativen Einfluss hier die Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden haben kann, verdeutlichte umso mehr, wie wichtig es ist, Ökosysteme zu erhalten und zu schützen.

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Rund 300 Vogelarten gibt es in Deutschland. Die häufigsten sind Haussperling, Amsel, Kohlmeise, Blaumeise und Star.
Ein Vogelstimmen-Quiz war das Highlight des Abends und zeigte die Vielfalt heimischer Vogelarten. Dabei wurde auch auf bedrohte Arten hingewiesen, wie die Goldammer, die bereits auf der Vorwarnliste steht. Spielerisch konnten die Teilnehmenden beim Quiz mit raten und versuchen zu erkennen, welcher Vogel da gerade singt: Amsel, Mönchsgrasmücke, Buchfink oder Star?
In einer lebendigen Abschlussdiskussion wurde deutlich, dass Umweltbewusstsein oft im Kleinen beginnt, eben zum Beispiel beim genauen Hinhören von Vogelstimmen. Und, dass Natur nicht nur schön anzusehen oder nützlich ist, sondern komplex und lebenswichtig ist und einen Eigenwert hat. Die Umweltethik hilft uns dabei, diese verschiedenen Sichtweisen zu verstehen und verantwortungsvoll mit der Natur umzugehen.

Mehr über Vögel erfahren:
- NABU-Vogelporträts Steckbriefe und Bilder von 314 Vogelarten in Deutschland: www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/index.html | Als App: „NABU Vogelwelt“ für iOS und Android
- NABU-Vogelpodcast „Reingezwitschert“:
Zu hören gibt es Tipps für Vogelfans, Fun Facts über die Vogelwelt und reichlich Gezwitscher. Der Podcast kann bei allen gängigen Portalen abonniert und über Apps abgerufen werden. - Vogelbestimmung mit der „Merlin Bird ID App“:
Ein kostenloses Tool zur Vogelbestimmung, das sowohl Foto- als auch Sounderkennung bietet. Es ist sowohl für iOS als auch für Android verfügbar.