Wochenendfahrt 2025: Austausch, Achtsamkeit & Begegnung
Im Mai 2025 fand eine weitere Wochenendfahrt mit den Stipendiatinnen und Stipendiaten der Stiftung statt. Neben einem Workshop zum Thema Achtsamkeit und Stressreduktion mit Manuela Koschwitz bot die Veranstaltung viel Raum für persönliche Begegnungen und intensiven Austausch. Stipendiat Anton Kaiser berichtet von dem Wochenende.
Erfahrungsbericht
von Anton Kaiser
Was passiert, wenn sich eine Gruppe von Stipendiat*innen bewusst Zeit nimmt, um abzuschalten und gemeinsam neue Wege zu mehr Achtsamkeit und Stressreduktion zu erkunden? Die diesjährige Wochenendfahrt der Dr. Arthur Pfungst-Stiftung im idyllisch gelegenen Gruppenhaus „Mühle Bachprinz” im Odenwald hat genau das erfahrbar gemacht – und dabei für intensive Gemeinschaftsmomente gesorgt. Schon beim Grillen am Freitagabend entstand eine offene und herzliche Atmosphäre, in der Gespräche ganz natürlich ins Rollen kamen und die die Stimmung für das gesamte Wochenende prägte.
Es hatte fast etwas Ironisches: Ein Wochenende gegen Stress, das am Samstagmorgen schon um 9 Uhr mit dem Workshop startete. Manuela, unsere Dozentin und erfahrene Theaterpädagogin, nahm uns mit in die Welt der Achtsamkeit. Nach einer offenen Vorstellungsrunde, in der wir unsere größten Stressfaktoren benannten, folgten Grundlagenwissen sowie Atemübungen und Meditationen – kleine Ruheinseln, die ich als besonders wohltuend empfand.

Anton Kaiser | Stipendiat, IT-Systems Engineering (Master), Universität Potsdam
»Schon beim Grillen am ersten Abend entstand eine offene und herzliche Atmosphäre, in der Gespräche ganz natürlich ins Rollen kamen […].«
Nach der Mittagspause fanden wir uns in Kleingruppen zu den Themen Prokrastination, Perfektionismus oder die gesundheitlichen Folgen von Stress zusammen. In diesen Gruppen entwickelten sich schnell intensive Diskussionen, die nicht nur neue Perspektiven eröffneten, sondern auch echte Lösungsansätze für persönliche Herausforderungen boten. Am Samstagnachmittag brachte ein entspannter Spaziergang durch den umliegenden Wald neue Energie und bot Raum für tiefere Gespräche abseits des Workshop-Programms. Die Schönheit des Odenwalds zu erleben, war dabei eine willkommene Abwechslung. Besonders wertvoll war auch die Zeit außerhalb des offiziellen Programms: Beim gemeinsamen Kickern oder Dartspielen am Abend, beim Essen oder auch zwischendurch boten sich reichlich Gelegenheiten für ungezwungene und ehrliche Gespräche, die oft unerwartet in die Tiefe gingen. Während einige abends bei einer kleinen Massagerunde entspannten, sorgten Spiele wie „Hitster” und „Just One” für viel gemeinsamen Spaß und ein echtes Gemeinschaftsgefühl.
Am Sonntagmorgen führte uns Kim mit einer entspannenden Traumreise in ihren Input zum Thema Psychoonkologie ein. Sie erzählte von ihrem Engagement für krebskranke Kinder im Sport-Buddy-Programm und griff dabei Themen auf, die bewegen: Tod, Trauer, Abschied – und gleichzeitig die Wertschätzung für den Augenblick, für das Hier und Jetzt. Zum Abschluss schrieben wir einen Brief an unser zukünftiges Ich, voller positiver Gedanken, persönlicher Wünsche und Ziele für die kommenden Monate.
Mit dem guten Gefühl, neue Impulse mitgenommen und alte wie neue Freundschaften vertieft zu haben, blicke ich auf ein Wochenende zurück, das mehr als nur Entschleunigung gebracht hat. Es hat mich daran erinnert, wie wohltuend ehrlicher Austausch, gemeinsames Innehalten und Momente der Achtsamkeit gerade im hektischen Studienalltag sein können.