Tagung zur Familie Pfungst:
Lebenswerk, Familiengeschichte und wissenschaftliche Perspektiven
Am 18. und 19. September 2025 hat die Dr. Arthur Pfungst-Stiftung zu einer zweitägigen Tagung „Unternehmer – Visionäre – Mäzene“ nach Frankfurt am Main eingeladen. Die Veranstaltung widmete sich dem Leben und Wirken von Arthur und Marie Pfungst und würdigte ihren Beitrag zu Humanismus, Ethik, Bildung und gesellschaftlichem Engagement. Ein Rückblick.

Bild: Anne Hoffmann
Die Tagung wurde mit einer Festveranstaltung und einem Grußwort von Dr. Christian Gans, Vorstand der Dr. Arthur Pfungst-Stiftung eröffnet. Im anschließenden Festvortrag sprach Prof. Dr. Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt, über die Stiftungstradition im Kontext des „jüdischen Frankfurts“ und stellte u.a. die ethischen Leitmotive Arthur Pfungsts in den Mittelpunkt.
Weiterer Höhepunkt des Abends war die Premiere des Dokumentarfilms „Maries Vermächtnis“ von Dr. Ina Knobloch, der das Wirken von Marie Pfungst und ihr kulturelles und soziales Engagement beleuchtete. Abgerundet wurde der Abend durch einen Empfang und Musikstücke von Stipendiatin und Violinstudentin Rebekka Siimer an der HfMDK und ihrer Begleitung Axel Rhomer.
- Bild: Anne Hofmann
- Bild: Anne Hofmann
Der zweite Veranstaltungstag war als wissenschaftliche Tagung konzipiert. Nach der Begrüßung durch Maximilian Graeve, Geschäftsführer der Stiftung, widmete sich der Vormittag dem Thema „Arthur Pfungst: sein Werk und seine Zeit“. Unter der Moderation von Kulturwissenschaftler Dr. Horst Groschopp beleuchteten Fachvorträge von Dr. Thomas Heinrichs, Olaf Schlunke, Beate Tröger und Dr. Elija Horn die intellektuellen und kulturellen Netzwerke Pfungsts: von seinen Bezügen zu Ernst Haeckel über die internationale ethische Bewegung bis hin zu seinen dichterischen Arbeiten und seiner Rezeption indischer Philosophie. Am Nachmittag lag der Fokus auf Marie Pfungst und den Kontexten ihres Wirkens. Unter der Moderation von Dr. Ina Knobloch, Filmproduzentin und Alumna der Stiftung, wurden zentrale Aspekte ihres Engagements beleuchtet. Dr. Dorothee Linnemann stellte Marie Pfungsts Wirken innerhalb der Frankfurter Frauenbewegung vor. Prof. Dr. Bernd Käpplinger referierte über Franz Angermanns Leben für die Erwachsenenbildung zwischen der Pfungst-Stiftung und dem KZ Sachsenburg. Abschließend sprach Prof. Dr. Ralf Banken über die Geschichte der Naxos-Union von 1933 bis 1991.
- Bild: Anne Hofmann
- Bild: Anne Hoffmann
Die Tagung rückte die vielfältigen Facetten des Wirkens der Geschwister Pfungst in Frankfurt ins Zentrum und machte deren Bedeutung für Bildung, Kultur und gesellschaftliches Engagement bis in die Gegenwart sichtbar. Die Veranstaltung bot sowohl einen wissenschaftlichen als auch einen feierlichen Rahmen, um das Vermächtnis der Familie Pfungst in seiner historischen Tiefe und aktuellen Relevanz zu würdigen.



